Strategie

Eine Definition und etwas Geschichte


Glühbirnen in Verpackung

Strategie stammt aus dem Griechischen (stratos = Heer und agein = führen) und wurde bis ins späte 18. Jh. auch nur in diesem Sinne genutzt. Erst die neuartige Kriegführung Friedrich d. Gr. und die Militärliteratur zwischen 1779 (Count Guibert) und 1832 (Carl von Clausewitz) formte den Begriff in seiner heutigen Form. Ansoff übertrug ihn 1965 auf den Bereich der Wirtschaft.

Über die Jahrzehnte hat sich der inhaltliche Fokus von Strategie verbreitert: während in den 70er Jahren langfristige strategische Planung mittels SWOT und Langfristprognosen im Zentrum standen und so wichtige Werkzeuge wie die Portfolio- und Szenarioanalyse eingeführt wurden, erweiterten die 80er den Begriff Strategie u.a. um Aspekte wie Zeitmanagement, Benchmarking und Business Reengineering. Die 90er brachten Konzepte wie z.B. Kernkompetenzen und Wertmanagement. In neuerer Zeit gewinnen vor allem die sog. Soft Facts Informationsmanagement, Unternehmenskultur, Organisation und Personal an Bedeutung.

Bis heute gibt es keine einheitliche Definition von Strategie. Der Duden definiert Strategie als „genauen Plan des eigenen Vorgehens, der dazu dient, ein militärisches, politisches, psychologisches o. ä. Ziel zu erreichen, und in dem man diejenigen Faktoren, die in die eigene Aktion hineinspielen könnten, von vornherein einzukalkulieren versucht“.
Aber Strategie als Plan ist nur eine Ausprägung des Begriffs, die sich z.B. in Wirtschaftsplänen manifestiert. Nach Henry Mintzberg, dem derzeit wohl einflussreichsten und undogmatischsten Strategieforscher, gibt es vier weitere Strategie-‘P‘s:
Strategie als Positionierung des Unternehmens im Bezug zu seiner Umwelt (z.B. die Positionierung bestimmter Produkte in spezifischen Märkten: McDonalds Egg McMuffin für den Frühstücksmarkt). Dieses Strategieverständnis orientiert sich an externen Faktoren.
Strategie als Perspektive definiert Strategie aus den grundlegenden Werten und Visionen des Unternehmens heraus. Hier wird Strategie eher von internen Faktoren beeinflusst (z.B. die gewinnorientierte, aber nicht gewinnmaximierte Ausrichtung vieler durch Stiftungen oder Inhaber geführter Unternehmen).
Strategie als Muster (Pattern) von beabsichtigten oder beobachteten Handlungen und Entscheidungen, die sich regelmäßig wiederholen. "Wir waren immer schon die High-End-Anbieter" als ein typisches Beispiel.
Strategie als List (Ploy) versteht Strategie als taktische oder überraschende Maßnahmen um einen Wettbewerber oder Gegner zu überlisten.

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